Erbschaft und Immobilien
Immobilien im Nachlass

Eine Immobilie zu vererben oder zu erben, hört sich zunächst nach einem einfachen und routinemäßigen Vorgang an. Doch dieser Eindruck täuscht gewaltig – dies zeigt ein Blick auf Rechtsgrundlagen einer Erbschaft.

Der Gesetzgeber hat klar formuliert, welche Rechte und Pflichten für Erben gelten – von der Erbfolge über die Erbschaftssteuer und die Freibeträge bis hin zum Pflichtteil. Diese gesetzlichen Grundlagen und der Fakt, dass es im Falle einer Erbengemeinschaft, sprich bei mehreren Erben, seit jeher relativ schwer ist, einen gemeinsamen Nenner zu finden, machen die Erbschaft einer Immobilie in der Praxis bisweilen äußerst kompliziert. Deshalb ist es insbesondere für den Erblasser ratsam, rechtzeitig die Fäden zu ziehen um seinen Willen effizient zu verwirklichen.

Der einfachste Weg besteht darin, frühzeitig und somit rechtzeitig das Gespräch mit den potenziellen Erben zu suchen und zu klären. Auf diese Weise lassen sich klare Bahnen und Wege schaffen, die dann in ein Testament einfließen können. Erbrechtsexperten raten ohnehin dazu, den Letzten Willen schriftlich zu fixieren, unabhängig davon, ob eine Immobilie zum Nachlass gehört oder nicht. So ist zumindest juristisch sichergestellt, dass das Erbe später im Sinne des Verstorbenen aufgeteilt wird. Wer hier dem Zufall keine Chance geben will, kann auch einen Testamentsvollstrecker bzw. Nachlassverwalter einsetzen. Wer erbt und was an wen vererbt wird, kann der Erblasser dank der in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Testierfreiheit nach eigenem Gusto entscheiden. Sollte kein Testament mit klaren Erbfolgen vorliegen droht in der Regel Ärger. Dann müssen sich die Erben entscheiden und eine gemeinsame, von allen akzeptierte, Lösung finden. Für die Festsetzung des Pflichtteils, des gesetzlichen Erbteils und nicht zuletzt der damit verbundenen Steuern, ist der Wert des Nachlasses maßgeblich.

Für Immobilien gilt: Handelt es sich um ein unbebautes Grundstück, wird der Wert anhand der Fläche und des örtlichen Bodenrichtwerts ermittelt. Wurde eine Wohnung, ein Ein- oder auch ein Zweifamilienhaus vererbt, gilt der Verkehrswert, der üblicherweise über das Vergleichswertverfahren festgelegt wird. Das heißt, für die Immobilie wird der Wert vergleichbarer Objekte zugrunde gelegt. Alternativ greift das Sachwertverfahren. Auch hier kann ein Gutachter helfen, um handfeste Zahlen zu erhalten. Das ist umso wichtiger bei Geschäfts- oder Mietobjekten, weil hier mit dem Ertragswertverfahren gearbeitet wird, in das unter anderem die Mieteinnahmen und die Bewirtschaftungskosten einfließen. Um Probleme und Ärger von Anfang an zu vermeiden, gilt es gerade beim Vererben und Erben von Immobilien sehr viele Details zu beachten. Deshalb ist es sowohl für den Erblasser, als auch für die Erben ratsam, sich rechtlichen Beistand zu holen.

Der Erblasser sollte zum Beispiel ein Testament aufsetzen, idealerweise mithilfe eines Notars. Denn schon kleine Abweichungen von der gesetzlichen Norm können dazu führen, dass der Letzte Wille für ungültig erklärt wird. Noch wichtiger wäre es, vorher mit den Erben zu sprechen.

Tritt der Erbfall ein, sehen sich die Begünstigten mit Pflichten und Steuern konfrontiert. Auch hier kann es helfen, sich Rat bei einem Fachanwalt zu holen und mit einem Steuerberater zu sprechen.

Natürlich gibt’s auch weiterführende Informationen bei Ihrem regionalen Immobilienmakler vor Ort in Ulm-Wiblingen.

Ihr Team von Schmidt Immobilien GmbH aus Ulm

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Schmidt Immobilien Ulm

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