Flüchtlinge als Untermieter - es sind Mieter wie alle anderen auch
Unterbringung von Flüchtlingen

Sollten Sie Flüchtlinge als Untermieter haben - so sind diese Untermieter, genauso wie alle anderen Untermieter auch zu behandeln


Zwischenzeitlich gibt es viele Hilfsbereite Bürger, die Ihren Privaten Wohnraum an Flüchtlinge vermieten wollen. Unabhängig on als WG-Mitbewohner, Untermieter oder direkt als Mieter: Jedoch geht dies nicht ohne entsprechenden Vertrag.

Aktuell sind überall in den Nachrichten Bilder von überfüllten Flüchtlingsheimen zu sehen. Wer jetzt darüber nachdenkt, die Flüchtlinge aufzunehmen, kann sich bei seiner zuständigen Behörde melden, meist ist es das Sozialamt der Kommunen. Darauf weist der Verein Pro Asyl hin. Mit der Behörde direkt, wird auch der Mietvertrag gegebenenfalls auch geschlossen.

Begegnungsstätten und örtliche Flüchtlingsberatungsstellen seien geeignete Orte, um potentielle Mieter kennenzulernen und den Erstkontakt zu bekommen, erklärt Pro Asyl in einem Leitfaden auf seiner Homepage. Falls es möglich ist, können auch örtliche Unterkünfte direkt besucht werden. Hier sei aber Sensibilität gefragt, schließlich wird dort der private Lebensraum von Flüchtlingen betreten.

Mietvertrag: Mit oder Ohne?

Sofern die künftigen Mieter schon als asylberechtigte anerkannt worden sind, wird ein ganz normaler Mietvertrag abgeschlossen, erklärt Gerold Happ vom Eigentümerverband Haus und Grund Deutschland. Bei noch nicht anerkannten Flüchtlingen mit unklarem Status sind nur Verträge mit der zuständigen Kommune zulässig. Die Kommune ist auch für die Unterbringung zuständig. Da man aber an die Kommune vermietet, können es häufiger zu Bewohner Wechsel kommen in der Wohnung, so Happ.

Wer den Flüchtlingen ein möbliertes Zimmer im privaten Eigentum zur Verfügung stellen möchte, hat hierbei zwei Optionen: Ohne oder Mit einem Mietvertrag. Lässt man Flüchtlinge ohne Vertrag bei sich wohnen, haben die Flüchtlinge den Status von Gästen. Es ist allerdings fraglich, ob die Kommune dies auch zulässt, denn bei dieser Variante könnten die Flüchtlinge im Prinzip jederzeit und ohne Angabe von Gründen vor die Tür gesetzt werden.

Erhöhen sich die Versicherungsbeiträge durch die Vermietung?

Bei Mietverträgen geht das nicht so einfach. Diese haben wie bekannt auch Kündigungsfristen. Bei der Vermietung von möblierten Zimmern ist die Kündigungszeit kürzer als bei normalen Mietverträgen - erläutert Happ. Es müssen auch keine Gründe für die Kündigung vorliegen.

Wer die Flüchtlinge kostenfrei oder günstig bei sich wohnen lässt, sollte mit seiner Kommune zumindest geeignete Kostenübernahmeregelungen für Heizung und die Erstausstattung treffen, so rät die pro Asyl. Zudem erhöht sich der Versicherungsbeitrag für Wohnungen und Häuser dadurch nicht - es sei auch nicht nötig, seine Policen anzupassen.

Jedoch Achtung: Bei Untervermietungen, muss der Vermieter dem zustimmen. Diese Untervermietungen dürfen die Mieter nicht auf eigene Hand vornehmen und genehmigen.

Ihr Stefan Schmidt
Schmidt Immobilien Ulm - Wiblingen

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Schmidt Immobilien Ulm

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