Immobilie – und nun? (Teil II)
DIE RICHTIGE IMMOBILIE GEFUNDEN UND WAS KOMMT DANN AUF SIE ZU?

Inhalt des letzten Artikels waren die sogenannten Erwerbskosten einer Immobilie. Es ging darum sich einen umfassenden Überblick zu verschaffen damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Heute nun Teil II.

Ähnlich wie die Grunderwerbssteuer variiert innerhalb Deutschlands auch die Maklergebühr und fällt in den Bundesländern unterschiedlich aus.

Die Höhe der Malercourtage ist nicht gesetzlich geregelt. Üblicherweise fällt ein fester, prozentualer Provisionssatz in Abhängigkeit des Verkaufspreises an. Traditionell gibt es Regionen, in denen ein höherer Provisionssatz genommen wird als anderswo. Dies ist oft nach Bundesländern aufgeschlüsselt.

Eine Verhandlung über die Provisionssätze ist grundsätzlich möglich. Abweichende Regelungen zwischen den Parteien sind immer denkbar. Dies gilt auch für den zur Provision verpflichteten Vertragspartner, beispielsweise kann auch vereinbart werden, dass der Verkäufer die Courtage ganz übernimmt, auch wenn dies in Deutschland noch nicht üblich ist.

Zusätzlich müssen die Haus- oder Wohnungsbesitzer in den Jahren nach dem Kauf eine Grundsteuer entrichten. Dafür setzt das Finanzamt zuerst einen Einheitswert fest, der dem Wert der Immobilie zum 1. Januar 1964 entspricht. Bei allen später errichteten Gebäuden wird der Wert auf dieses Datum zurückgerechnet. Diesen Einheitswert multipliziert man mit einer Steuermesszahl, die je nach Grundstücksgruppe zwischen 2,6 und 3,5 Promille liegt. Das Ergebnis der Berechnung ist der sogenannte Grundsteuermessbetrag. Bei einem Einfamilienhaus im Wert von 200.000 Euro läge dieser zum Beispiel bei 520 Euro. Anschließend wird der Steuermessbetrag mit einem Hebesatz multipliziert, der sich von Gemeinde zu Gemeinde anders gestaltet. Deshalb kann es sinnvoll sein, sich schon vor dem Immobilienkauf über die Höhe des Hebesatzes zu informieren. In den bayerischen Gemeinden lag der durchschnittliche Hebesatz 2011 zum Beispiel bei 380 Prozent, in Berlin dagegen bei 810 Prozent. Bei dem Einfamilienhaus im Wert von 200.000 Euro würden in Bayern daher durchschnittlich 1.976 Euro Grundsteuer fällig werden, in Berlin 4.212 Euro

Nicht vergessen sollten sie Kostenpositionen, die bereits vor dem eigentlichen Erwerb der Immobilie anfallen, aber trotzdem zu den Erwerbskosten gerechnet werden. Damit sind beispielsweise Reisekosten gemeint, die im Rahmen von Besichtigungsterminen für Immobilien anfallen.

Weiterhin können vor dem Kauf der Immobilie umfangreiche Bewertungskosten anfallen, wenn zum Beispiel zunächst von einem Sachverständigen ein Gutachten über den realen Wert der Immobilie angefertigt werden muss.

Damit enden die Erwerbskosten nun und ich hoffe ich konnte ihnen eine informativen Überblick geben.

Ihr Schmidt Immobilien Team

Quelle: ansehen
Schmidt Immobilien Ulm

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