Immobilien Schenkung - auch dies wird versteuert
So zahlen Sie beim vererben Ihrer Immobilie keine Steuern!

Viele Eltern beschäftigen sich schon Jahre vor ihrem Tod mit dem Nachlass und Ihrem Immobilieneigentum. Um die Erbschaftssteuer zu umgehen, verschenken sie oftmals ihre Immobilien oft noch zu Lebzeiten. So können die Erben auch große Summen steuerfrei erhalten, ohne Steuern zu zahlen. Aber Achtung: Auch hier gibt es Regularien die beachtet werden müssen!

Ein Sprichwort beschreibt eine der gängigsten Methoden: Gib lieber mit warmer als mit kalter Hand. Die Eltern verteilen ihr Vermögen bereits zu Lebzeiten an Menschen ihrer Wahl, als es über ein Testament nach dem Tode teilen zu lassen. Der Grund hierfür: Je weniger nach dem Tode noch vorhanden ist, desto weniger können unliebsame Erben und der Fiskus beanspruchen.
Dabei müssen Erblasser frühzeitig an ihre künftigen Erben denken. Denn auch hierbei gibt es vom Fiskus Rugularien, dass sogenannten Pflichtteilsergänzungsanspruch. Nur Schenkungen, die mindestens zehn Jahre vor dem Tod des Erblassers erfolgt sind, werden nicht ins Erbe des verstorbenen eingerechnet. Geschenke hingegen, die der Erblasser bis zu zehn Jahre vor seinem Tod gemacht hat, werden dem Nachlass fiktiv hinzugerechnet, der für die Höhe des Pflichtteils ausschlaggebend ist.

Beginnen Sie möglichst früh mit dem Schenken

Grundsätzlich wird dabei der Wert der Schenkung zum Zeitpunkt berücksichtigt. Es gibt eine wichtige Änderung seit der Erbschaftsreform 2010. Alle Erbfälle, die nach dem 1. Januar 2010 eingetreten sind, gilt: Über die Jahre verringert sich der anzusetzende Wert „Pro Jahr gewährt der Gesetzgeber einen Abschlag von zehn Prozent“, erklärt Romana Traichel, Sie ist Fachanwältin für Erb- und Familienrecht aus München.
Man kann die Höhe des Pflichtteilsergänzungsanspruchs über die Jahre stetig nach unten drücken, wenn man frühzeitig verschenkt. Nach Ablauf der zehn-Jahres-Frist beträgt er im Idealfall sogar Null Euro.

Fazit: Um sicherzugehen, dass Schenkungen nicht mehr im Pflichtteil berücksichtigt werden, sollte deshalb früh mit dem Schenken begonnen werden.

Der Erblasser reduziert durch Schenkungen auch die Höhe des später zu versteuernden Erbes. Wie fürs Erbe, gelten weitestgehend dieselben Steuerfreibeträge und Steuerklassen auch für Schenkungen. Einen Unterschied bei Schenkungen gibt es bei Eltern und Großeltern, deren Freibetrag bei Schenkung nur bis 20.000 Euro liegt. Zudem unterliegen sie Steuerklasse II anstatt der Steuerklasse I.
• Ehepartner: 500.000 Euro (Steuerklasse I)
• Kinder, Stief- und Adoptivkinder, sowie Enkel, deren Eltern verstorben sind: 400.000 Euro (Steuerklasse I)
• Enkelkinder: 200.000 Euro (Steuerklasse I)
• Geschwister, Kinder der Geschwister, Stiefeltern, Schwiegerkinder, Schwiegereltern, geschiedene Ehe- oder Lebenspartner: 20.000 Euro (Steuerklasse II)
• Alle anderen: 20.000 Euro (Steuerklasse III)

Es lohnen sich Familienbande, im Bereich der Erbschaftsteuer also besonders. Besonders deutlich werden die Unterschiede, wenn es nicht nur um Geldvermögen geht, sondern um Immobilien. Wenn die Immobilie vom Ehepartner oder den Kindern direkt bewohnt werden und das auch noch zehn weitere Jahre lang, dann bleibt die komplette Immobilie steuerfrei.

Gerade wenn es sich um sehr hohe Summen handelt, kann sich eine Schenkung lohnen. Denn Freibeträge für Schenkungen gelten alle zehn Jahre wieder aufs Neue.

Da Immobilien auch verkauft werden können, sollte man einen Immobilienverkauf nicht ausschlagen und ggf. diesen in Erwähnung ziehen. Hierzu steht Ihnen Ihr team von Schmidt Immobilien aus Ulm gerne und jederzeit zur Verfügung.

Wir sind Ihr Ansprechpartner bei Fragen zu Immobilien und dem Verkauf einer Immobilie.

Ihr Schmidt Immobilien Team aus Ulm

Bild von Susanne Pälmer auf Pixabay.

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Schmidt Immobilien Ulm

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