Immobilien und die „Coronakrise“
Ein Stresstest für Immobilienbesitzer!

Die Corona-Krise wird womöglich auch ein Stresstest für die Immobilienanlagen. Zwar standen Gebäude, in denen Menschen wohnen, arbeiten oder einkaufen, in den vergangenen Jahren aus der Sicht von Anlegern für Sicherheit, was geradewegs in dem Begriff "Betongold" mündete. Doch Kursverluste bei Offenen Immobilienfonds und die Ankündigung großer Wohnungsunternehmen, vorerst auf Mieterhöhungen zu verzichten, um die Zahlungsfähigkeit ihrer Mieter nicht zu gefährden, sprechen dafür, dass Sicherheit auch in Bezug auf Immobilien ein relativer Begriff sein könnte.

Es gibt Verzögerungen auf Baustellen und bei Planungs- und Genehmigungsverfahren, Mietstundungen und einen starken Rückgang der Nachfrage. Viele Unternehmen im Immobiliensektor griffen nach Instrumenten der Staatshilfe. Wohlgemerkt für Unternehmen aus der Immobilienbranche. Eine Branche die in den vergangenen zehn Jahren massiv von immer weiter steigenden Preisen profitiert hat. Was verändert Corona?

Zunächst müssen jetzt die spezifischen Eigenarten des Wohnungsmarktes beachtet werden. Während die Börse um 40 Prozent gefallen ist, ist der Immobilienmarkt kurzfristig schlicht eingefroren. Das liegt an den langen Transaktionszeiträumen: für Besichtigungen, Notartermine und Kreditanträge vergehen nicht selten Tage, oft sogar Wochen.

Das ist aber auch gut so, denn Unsicherheit ist Gift. Je später der Markt reagiert, umso geringer ist die verbleibende Dosis und desto weniger übertreiben die Preise nach unten. Hinzu kommt, dass (Wohn-)Immobilien weiterhin ein stabiles Geschäftsmodell haben. Im Unterschied etwa zur Automobilindustrie, die angebotsseitig (Zulieferteile und Mitarbeiter fehlen) wie nachfrageseitig (Käufer fehlen wegen geschlossener Geschäfte und Einkommensunsicherheit) Probleme hat, gilt für Wohnungen: die Mietverträge laufen weiter, die Nachfrage der Mieter bleibt bestehen. Gleichwohl stellt sich die Frage nach der Höhe einer jetzt noch verbleibenden Kaufkraft und damit nach dem künftigen Miet- und Preispotential

Allgemein rechnet man damit, dass eine Normalisierung der Marktentwicklung eintritt, wenn die Corona-Krise einigermaßen bewältigt ist. Das heißt, dann würde wie vor der Krise gelten: In angesagten Städten gibt es zu wenige Wohnungen, und Immobilien bringen im Niedrigzinszeitalter vergleichsweise attraktive Renditen.

Wirtschaftler erwarten wegen Corona allerdings nicht nur Verzögerungen bei Bauprojekten, sondern: Wer sich ein Eigenheim zulegen wollte, müsse das vielleicht erst mal zurückstellen, weil das Eigenkapital nicht mehr reicht. Jedenfalls dann, wenn ein Teil davon in Aktien steckt, die nach den Kursverlusten nun weniger wert sind. Private Käufer von Wohneigentum könnten jetzt erst mal abwarten, wie es infolge von Corona um ihre Finanzen steht, ehe sie sich für einen Kauf oder Neubau entscheiden. Anders bei Großinvestoren wie Versicherungen und Pensionskassen. Die werden vermutlich mit Blick auf die Turbulenzen an den Börsen noch stärker in (Wohn-)Immobilien anlegen. Und das womöglich zu niedrigeren Preisen. Denn wenn mit weniger Miete gerechnet werden müsse, weil viele Beschäftigte Gehaltseinbußen erlitten, könne das dazu führen, dass die hohen Preise nicht weiterbezahlt werden.


Bleiben Sie gesund.


Ihr Team von Schmidt Immobilien GmbH

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Schmidt Immobilien Ulm

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