Interessantes rund um die Immobilienwelt 2019
Rückblick 2019

1: Bestellerprinzip beim Immobilienverkauf
Der wohl wichtigste Punkt im Bereich der Immobilien-News für das aktuelle Jahr betrifft die Maklerprovision. Wie bereits Ende letzten Jahres angekündigt, könnte sich in diesem Jahr das sogenannte Bestellerprinzip beim Immobilienverkauf durchzusetzen. Das bedeutet, dass die Provision des Maklers zukünftig vom Auftraggeber übernommen werden muss. Bisher wurde sie weitgehend von Käufer und Verkäufer getragen. Wenn Sie also Ihre Immobilie verkaufen möchten, müssen Sie bei Bestellung eines Maklers dessen Provision vollständig bezahlen. Ob und inwieweit das Prinzip angewendet wird, bleibt allerdings noch fraglich. Denn der von der SPD propagierte Gesetzesvorschlag findet heftige Gegenstimmen in der Immobilienbranche. Vor allem im Bereich der Immobilienbewertung kann es hier schnell zu Streitpunkten kommen.


2: Sonder-AfA für neue Mietwohnungen
Wenn Sie bis zum 31.12.2021 einen Bauantrag stellen und durch Neubau, Aufstockung oder Umwidmung von Gewerbeflächen neue Mietwohnungen schaffen, profitieren Sie von der Sonder-AfA: Bei dieser steuerlichen Sonderabschreibung können jährlich bis zu fünf Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten über einen Zeitraum von vier Jahren abgesetzt werden. Absetzbar sind dabei bis zu 2.000 Euro pro Quadratmeter.


3: Verschärfte Mietpreisbremse
Am 1.1.2019 ist die verschärfte Mietpreisbremse in Kraft getreten. Bei dieser Regelung ist der Vermieter vor Abschluss des Mietvertrages dazu verpflichtet, dem zukünftigen Mieter Auskunft über die Vormiete zu erteilen. Kommt er der Auskunftspflicht nicht nach, darf er höchstens die gemäß Mietpreisbremse zulässige Miete (maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete) verlangen.


4: Modernisierungsumlage verringert
Seit dem 1.1.2019 ist es für Vermieter nicht mehr zulässig, mehr als acht Prozent der Modernisierungskosten auf die Mieter umzulegen. Bisher lag die Grenze bei elf Prozent. Die Absenkung gilt für Modernisierungen, die ab dem 1.1.2019 angekündigt werden. Zusätzlich wurde für die Umlage eine Kappungsgrenze von drei Euro pro Quadratmeter innerhalb von sechs Jahren festgelegt.


5: "Herausmodernisieren" nicht mehr zulässig
Das "Herausmodernisieren" von Mietern – also die gezielte Kündigung von Mietverträgen aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen – wird zukünftig mit einem Bußgeld belegt. Der Vermieter muss innerhalb von 12 Monaten nach der Ankündigung des Modernisierungsvorhabens mit den Arbeiten beginnen. Ansonsten droht ihm eine Strafzahlung von bis zu 100.000 Euro.


6: Die Folgen des Brexits
Der Brexit spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Immobilienpreise. Denn so unstrukturiert, wie die Verhandlungen zum Brexit aktuell ablaufen, werden sich diese auch auf unsere Kapital- und Immobilienmärkte auswirken: Der Zustrom von Briten in Großstädte wie München ist seit Beginn der Verhandlungen ungebrochen. Dabei strömen vor allem die finanziell unabhängigen Briten mit einem sicheren Einkommen in unsere Städte. Dies kann durchaus dazu führen, dass die Preise für Immobilien nochmals ansteigen. Weitere und direktere Auswirkungen
werden wohl erst dann ersichtlich werden, wenn der Brexit durch ist. Abhängig davon können sich die Immobilien-News für 2019 nochmals deutlich verändern und den gesamten Immobilienmarkt deutlich turbulenter und spannender gestalten.


Ihr Team von Schmidt Immobilien

Quelle: ansehen
Schmidt Immobilien Ulm

Der gute Grund für ihren GRUND!