Ungefragt eine Immobilie geerbt: Wann Sie diese verkaufen sollten
Zustand, Lage und Finanzen

Aktuell sind Investoren auf der Suche nach Sicherheit im Betongold. Da scheint eine geerbte Immobilie genau zur richtigen Zeit zu sein. Doch nicht für jeden Beteiligten, ist ein Erbe eines Hauses auch ein Glücksfall. Hier können Sie nachlesen, wann Sie besser verkaufen sollten und wie das geht.

Ein Immobilie zu erben , kann das Ende vieler Sorgen sein – oder der Anfang der Sorgen. Denn nicht jede Bestandsimmobilie hat das Potenzial zur Altersvorsorge. Hier wird erklärt, wann Sie Ihr Erbe lieber verkaufen sollten, statt auf die Mieteinnahmen zu setzen.

1. Die Lage muss stimmen

Die Lage der Immobilie ist das wichtigste Kriterium dafür - besagt die wichtigste Immobilienformel, denn diese entscheidet, ob der Wert einer Immobilie in Zukunft steigen wird. Immer mehr Deutsche zieht es in die Städte: Hier steigt der Preisauftrieb zwar nicht mehr so steil an, aber zeigt immer noch klar aufwärts. - Erbt man eine Immobilie in einer Region, die immer mehr Menschen verlassen, sollte man diese möglichst schnell verkaufen - so rät Alexander Fischer, Herausgeber des Börsenbriefs „Immobilien Investor“ an alle Erben. Auskunft über die Entwicklung der Bevölkerung geben Städte und Gemeinden, die statistischen Landesämter oder Wirtschaftsberatungsunternehmen wie BulwienGesa oder Prognos (diese ist kostenpflichtig).

2. Ein eigenes Darlehen tilgen

Oftmals haben Erben bereits eine eigene Immobilie – und zwar genau die, die sie haben wollten. Verkaufen sie nun eine geerbte Immobilie, könnten sie mit dem Erlös, ihr Darlehen für Ihre eigen Immobilie schneller abbezahlen und tilgen. In solch einem Fall ist es günstig, wenn potenzielle Erben -schon bei Abschluss des Kreditvertrags, eine Klausel über Sondertilgungen in den Darlehensvertrag aufzunehmen.

3. Die geerbte Immobilie ist unlukrativ

Nicht jede vermietete Immobilie bringt auch eine gute Rendite ein. Der Aufwand, die Immobilie in Schuss zu halten, ist hoch. Sollten die Mieten die Instandhaltungskosten nicht decken, so sollten Erben darüber nachdenken, die Immobilie lieber zu verkaufen.

4. Keine Zeit für die neue Immobilie

Auch wenn die Hausverwaltung sich um die meisten Fragen des täglichen Bedarfes der Mieter kümmert: Vermieter sein ist ein Teilzeitjob. Immer wieder müssen Handwerker organisiert, neue Mieter gesucht und ausgewertet werden oder Abrechnungen vorgenommen werden. Wer dazu keine Zeit hat, sollte über einen Verkauf der Immobilie nachdenken.

5. Unzureichende Kenntnisse mit Immobilen

Nicht jeder ist zu einem Immobilieninvestor geschaffen – oder will sich einen Fachmann leisten. Doch bei einer vermieteten Immobilie sind Streitigkeiten schon vorprogrammiert. Wer sich damit nicht auskennt, zahlt schnell drauf. Wer sich das Wissen nicht aneignen kann oder will, sollte das Erbe besser verkaufen.

6. Sie haben kein Geld, die Immobilie instand zu setzen oder zu halten

Auch der Unterhalt der Immobilie kostet monatlich Geld. Wer sich nötige Arbeiten oder größere Reparaturen nicht leisten kann, sollte lieber gleich an den Verkauf denken. Denn je mehr die Immobilie verfällt, desto weniger wird es wert sein. Gleichzeitig gilt: Wer noch einen Darlehen für eine Sanierung bekommt oder das Geld selbst aufbringen kann, tut gut daran, vor einem Verkauf in das Haus zu investieren: Wer ein paar Reparaturen und Renovierungen vornimmt, bevor er verkauft, kann einen deutlich höheren Preis verlangen - erklärt Fischer. So könnte eine Investition von 20.000 Euro, den Verkaufspreis um 60.000 Euro steigern.

Jedoch gibt es zwei Fälle, in denen die Erben sogar gezwungen werden können, die Immobilie wieder zu verkaufen. Auch wenn sie diese eigentlich gerne behalten würden.

1. Die Auszahlung der Miterben ist nicht möglich

Wen der Erbe Teil einer Erbengemeinschaft ist, die sich die Immobilie teilen muss, muss die anderen Erben auszahlen. Wer das Geld dafür nicht aufbringen kann, sollte die Immobilie entweder beleihen - oder die Erbgemeinschaft muss verkaufen. Generell lohnt sich ein Darlehen auf die Immobilie nur dann, wenn der eigentliche Hauptkredit schon abgezahlt ist. Sonst verlangt die Bank extrem hohe Zinsen, weil die Immobilie doppelt als Sicherheit herhalten muss.

2. Der laufende Kredit ist nicht mehr tragbar

Nicht immer ist der Kreditvertrag bereits vollständig zurückbezahlt, wenn der Erblasser stirbt. Wer sich die monatlichen Raten nicht leisten kann, dem bleibt nichts anderes übrig als die Immobilie zu verkaufen. Denn der Kreditvertrag gehört zur Immobilie und wird ebenfalls mit vererbt. Das bedeutet jedoch auch, dass eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird, wenn der Erbe den Kredit auf einen Schlag tilgen möchte.

Quelle: ansehen
Schmidt Immobilien Ulm

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