Was passiert nach dem Immobilienkauf?
Nach der Unterschrift beim Notar geht es erst richtig los

Was passiert nach dem Immobilienkauf?
Ist alles unterschrieben, geht die Arbeit für den Notar erst richtig los. Er lotst seine Klienten durch das Geschäft, so wie es im Vertrag festgelegt wurde. Dafür hat er sich im Beur-kundungstermin von beiden Kaufparteien Vollmachten geben lassen. Üblicherweise geht es dann so weiter:

Vormerkung
Der Notar beantragt, dass zugunsten des Käufers zunächst eine „Auflassungs-vormerkung“ im Grundbuch eingetragen wird. Die Vormerkung schützt den Käufer vor allem davor, dass bis zu seiner Eintragung als Eigentümer Gläubiger des Verkäufers an die Immobilie heranwollen. Sobald die Vormerkung eingetragen ist, kann der Käufer den Kauf-preis zahlen. Er muss nicht warten, bis er als Eigentümer im Grundbuch steht.
Die Vormerkung ist zwar keine Pflicht, aber dringend zu empfehlen, auch wenn sie je nach Höhe des Kaufpreises einige hundert Euro kostet. Ohne Vormerkung droht Käufern im schlimmsten Fall der Verlust ihres Geldes.
Nur wer zum Verkäufer eine gute und besonders vertrauensvolle Beziehung hat, kann beruhigt auf die Vormerkung verzichten. Eine solche Situation kann vorliegen, wenn es um das Haus des Vaters geht, mit dem der Sohn sich gut versteht und dessen Vermögensverhält-nisse er gut kennt.

Unterlagen
Damit der neue Eigentümer eingetragen werden kann, fordert der Notar alle dafür notwendigen Unterlagen an. Stehen etwa noch alte, vom Verkäufer bestellte Grund-schulden im Grundbuch, werden diese jetzt gelöscht.
Zwar ist es möglich, dass der Käufer die Schulden übernimmt und für seine Bankfinanzierung als Sicherheit nutzt. Das hat den Vorteil, dass der Verkäufer Kosten für die Löschung der alten und der Käufer die Grundbuchkosten für die Bestellung der neuen Grundschuld spart. Sinnvoll ist dieses Modell aber immer nur, wenn der Kauf über dieselbe Bank finanziert wird, bei der auch der Verkäufer den Kredit aufgenommen hatte.

Der Notar kümmert sich schließlich auch darum, dass die Gemeinde eine Erklärung schickt, in der sie auf ihr Vorkaufsrecht verzichtet.

Zum Schutz des Käufers wird der Notar das Eigentum auch erst dann auf den Käufer umschreiben lassen, nachdem er sich von der ordnungsgemäßen Zahlung des Kaufpreises überzeugt hat.

Steuer
Ist der Kaufvertrag beurkundet, schickt der Notar eine Kopie an das Finanzamt. Das Amt fordert den Käufer dann zur Bezahlung der Grunderwerbsteuer auf. Nur wenn die Steuer bezahlt ist, stellt das Finanzamt die sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung aus, ohne die eine Immobilie nicht umgeschrieben wird.

Zahlungsaufforderung
Nach Abschluss des Vertrags dauert es normalerweise zwei bis acht Wochen, bis der Notar alle Unterlagen zusammen hat. Danach fordert er zur Zahlung des Kaufpreises auf – zum Beispiel innerhalb von zwei weiteren Wochen. Der Kaufpreis wird direkt auf das Konto des Verkäufers überwiesen oder, wenn dieser noch Bankschulden hat, direkt an die Bank.

Notarkonto
Dass der Käufer das Geld zuerst auf ein Konto des Notars (Notaranderkonto) überweist und der es später an den Verkäufer weiterleitet, geschieht nur noch in Ausnahmefällen. „Etwa dann, wenn der Käufer sofort ins Haus möchte und keine Zeit hat, auf die Eintragung der Vormerkung zu warten“, sagt Notar Peter Veit aus Heidelberg. „Dann bleibt das Geld solange auf dem Notaranderkonto, bis alle Voraussetzungen für den lastenfreien
Immobilienerwerb des Käufers herbeigeführt sind.“

Schlüssel
Hat der Verkäufer den Kaufpreis erhalten, kann es noch einige Monate dauern, bis der Käufer als neuer Eigentümer im Grundbuch eingetragen wird. Die Schlüssel zur Immobilie werden meist schon vorher übergeben. Wann, wird im Kaufvertrag festgehalten. Will der Käufer sofort ins Haus, um etwa mit Sanierungsarbeiten zu beginnen, bekommt er den Schlüssel mitunter schon nach Vertragsschluss. Häufig erhält er diesen aber erst, wenn
der Kaufpreis gezahlt ist. Mit der Schlüsselübergabe gehen meist auch die Lasten der Immobilie auf den Käufer über. Er hat dann die Grundsteuer und Kosten wie Müll- und Abwassergebühren zu tragen. Ist das
Objekt vermietet, steht ihm aber auch die Miete zu.

Bei Fragen um den Verkauf oder die Vermietung Ihrer Immobilie steht Ihnen die Schmidt Immobilien GmbH aus Ulm gerne zur Verfügung.

Ihr Team von Schmidt Immobilien GmbH

Quelle: ansehen
Schmidt Immobilien Ulm

Der gute Grund für ihren GRUND!